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Die Schröpfmassage – schmerzfrei und wirkungsvoll

Das mehrtausendjährige Verfahren des Schröpfens stellt eine wirkungsvolle Methode dar, den Körper zu entspannen und ihn von unerwünschten Stoffwechselprodukten zu befreien. Aus dem fernöstlichen Bereich stammend wurden in der Vergangenheit Saug- bzw. Schröpfglocken aus den unterschiedlichsten Materialien benutzt. So standen metallische Schröpfgefäße aus Kupfer, Silber oder Bronze, neben solchen aus Keramik, Horn oder Bambus. In der heutigen Zeit kommen Gefäße aus Glas zum Einsatz, während im Bereich der Wellnessanwendungen vermehrt Kunststoffe gewählt werden.

Die Schröpfmassage - schmerzfrei und wirkungsvoll

Die Schröpfmassage führt auf natürlichem Wege zur Reduzierung schädlicher Stoffe aus dem Gewebe, die ungünstigen Einfluss auf das Wohlbefinden haben können. Das Schröpfen stellt im Kanon der unterschiedlichen Massageanwendungen eine Besonderheit dar, da hier gezielt mit Hilfsmitteln gearbeitet wird: Das Aufsetzen der Schröpfgefäße führt in den darunter liegenden Hautarealen zu einem Sogeffekt. Dieser, auf den in den Gefäßen herrschende Unterdruck zurückzuführende Sog führt im Gewebe zu einer vermehrten Anregung des Lymphflusses und der Blutzirkulation. Dieser anregende Prozess wirkt jedoch nicht nur oberflächlich, sondern hat Einfluss auf das Muskel-Fasziensystem und wirkt auch auf das Immunsystem, sowie die inneren Organe.

Die durch den Sog gesteigerte Blutzirkulation führt zu erhöhtem Abtransport gewebeschädlicher Stoffe. Hier kommt dem Lymphsystem die Aufgabe zu, die im allgemeinen Sprachgebrauch als "Schlacken" bezeichneten Schadstoffe abzutransportieren. Dieser, den Körper in seinen Funktionen unterstützende Entgiftungsprozess kann präventiv dem Erhalt der Gesundheit dienen, aber auch einen Genesungsprozess offensiv unterstützen. Der Körper wird entlastet und so in die Lage versetzt vermehrt Energien in den Selbstheilungsprozess investieren zu können. Außerdem hat das Schröpfen einen positiven Einfluss auf Cellulite, Falten und Krampfadern, deren Reduktion auf die nachweisbare Gewebestimulation zurückzuführen sind.

Unterschiedliche Formen des Schröpfens - von non-invasiv bis invasiv

Das unblutige oder das trockene Schröpfen: Die non-invasive Methode
Das durch das Absaugen der Luft aus dem Schröpfgefäß entstehende Vakuum, meist über eine kleine Vakuumpumpe oder den kurzen Einsatz von Hitze erreicht, zieht die betreffende Hautpartie ein kleines Stück in die Glocke. Eine Rötung der Haut zeigt als Folge des Vorgangs die vermehrte Durchblutung und den angeregten Lymphfluss. Die meist im Bereich des Rückens applizierten Gläser haben über die Haut auch Einfluss auf die inneren Organe, die sich an der Körperoberfläche in den so genannten Head-Zonen repräsentieren.

Sie sind die Hautareale des übertragenen Schmerzes. Diese Hautabschnitte sind über Nerven mit den betreffenden inneren Organen verknüpft - ist ein Organ erkrankt, kann das betroffene Hautareal mit einem Schmerzreiz reagieren. Hier kann die Schröpfmassage zu einer Linderung des Schmerzes, als auch zu einer gesundheitlichen Verbesserung des betroffenen Organs führen.

Das blutige Schröpfen - die invasive Methode
Beim blutigen Schröpfen wird die Haut gezielt mithilfe einer so genannten Lanzette angeritzt, um den Austritt von Blut und Gewebeflüssigkeit zu ermöglichen. Die kleine Verletzung wird vor dem Anbringen des Glases gesetzt. Im weiteren folgt das blutige Schröpfen dem allgemeinen Ablauf des Schröpfvorgangs.

Das elektrische Schröpfen
Beim elektrischen Schröpfen wird das betroffene Hautareal nicht nur durch das Vakuum stimuliert, sonder es kommt auch durch leichte Stromimpulse zu einer Anregung der Zirkulation. Da hier niederfrequente Ströme zum Einsatz kommen ist diese Methode selbstverständlich völlig ungefährlich.

Die Schröpfkopfmassage
Bei der Schröpfkopfmassage erfolgt ein Schieben des Glases auf der geölten Haut des Klienten, wobei auch kreisende Bewegungsabläufe zum Einsatz kommen. Diese entspannende Unterart des Schröpfens erfolgt langsam und immer in Richtung der Muskulatur. Da hier im Gegensatz zur herkömmlichen Methode in Bewegung gearbeitet wird, ist darauf zu achten, dass im Glas kein zu hohes Vakuum herrscht, da sonst langsame und flüssige Bewegungen ausgeschlossen sind.

Der Ablauf der Schröpfmassage

Der Patient liegt bequem gebettet in ruhiger und entspannter Atmosphäre. Durch Hitze oder eine Vakuumpmpe wird nun in den Schröpfgefäßen ein entsprechender Unterdruck erzeugt. Das Aufbringen der bis zu zehn Gläser ist absolut schmerzfrei. Die Behandlungsdauer von bis zu 30 Minuten lässt die Haut in den betroffenen Arealen rot bis blau werden - beim invasiven Schröpfen tritt Blut aus dem Gewebe aus und sammelt sich am Boden des Glases. Leichtere Beschwerden können bereits nach wenigen Behandlungen, oftmals nur zwei bis drei, therapiert werden.

Ernstere oder chronische Beschwerden erfordern jedoch eine Wiederholung von bis zu zehn Behandlungen. Alle Anwendungen erfolgen im Abstand von ungefähr einer Woche um ein zufrieden stellendes Ergebnis zu gewährleisten. Die unvermeidlichen Verfärbungen der Haut sind ungefährlich und sind in der Regel nach weinigen Tagen nicht mehr sichtbar.

Bei der Schröpfmassage sind folgende wichtige Punkte zu beachten

Es sollten keine Behandlungen erfolgen bei:

  • bei Tuberkulose
  • bei Sonnenbrand
  • bei Tuberkulose
  • bei Tumoren
  • bei Schwangerschaft

Das blutige Schröpfen - die invasive Methode

Das blutige Schröpfen, auch nasses Schröpfen genannt, lässt durch den Unterdruck Blut und Lymphflüssigeit durch eine kleine von einer Lanzette herbeigeführte Verletzung austreten. Dieser, durch den Unterdruck im Glas hervor gerufene Vorgang steigert mehr als beim trockenen Schröpfen den Blut- und Lymphdurchsatz des betroffenen Gewebes. Ein Infektionsrisiko ist ausgeschlossen, da der Therapeut Lanzetten und Schröpfgläser nach jeder Behandlung sterilisieren muss.

Allerdings birgt das nasse Schröpfen, wie alle Behandlungen gewisse Risiken. Beispielsweise nach Operationen ist die Anwendung des blutigen Schröpfens nicht indiziert. Bestimmte Bluterkrankungen, sowie die Einnahme Blut verdünnender Mittel erlauben ebenfalls keine Therapie mit blutigem Schröpfen. Bei Nierenerkrankungen, empfindlicher oder angegriffener Haut sollte ebenfalls vom nassen Schröpfen Abstand gehalten werden.

Das nasse Schröpfen ist auszuschließen bei:

  • Störungen der Blutgerinnung
  • bei Herzerkrankungen,
  • bei Dehydratation

Die wichtigen Anwendungsgebiete des Schröpfens

Von den beschriebenen Ausnahmen abgesehen stellt das Schröpfen grundsätzlich eine äußerst erfolgreiche Therapiemethode dar. Nicht nur Verspannungen können gelöst werden, sondern es sind auch im schmerztherapeutischen Bereich große Erfolge nachweisbar: Rheuma, Kopf- und Rückenschmerzen können erfolgreich mit dieser Methode behandelt werden. Intestinale Probleme wie Verdauungsbeschwerden können auch deutlich verbessert werden. Erhöhter Blutdruck, ebenso wie Hypotonie gehören zu den Behandlungsgebieten und auch psychische Probleme wie depressive Verstimmungen können durch das Schröpfen verbessert werden. Heilungsunterstützend wirkt das Schröpfen bei Fieber und Erkältungen mit ihren unangenehmen Begleiterscheinungen wie Gliederschmerzen und allgemeiner körperlicher Niedergeschlagenheit.

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