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Massage Wiki – FAQ

Massage bei Cellulite und Schwangerschaft?

Die sichtbare Erscheinungsform der Cellulite, wie Beulen und Vertiefungen, lassen sich auf Unregelmäßigkeiten im Bereich des Unterhautfettgewebes und ein stark beanspruchtes Bindegewebe zurückzuführen. Das auf dieser Bindegewebsschwäche basierende unregelmäßige Oberflächenrelief der Haut, kann durch gezielt angewandte Massagen deutlich verbessert werden. Neben dem Effekt der besseren Durchblutung, wird auch der Lymphfluss durch Massagen gegen Cellulite gesteigert.

Um den gewünschten Erfolg zu erzielen und das positive Ergebnis zu erhalten ist regelmäßige Anwendung wichtig.

Neben der Behandlung durch einen fachkundigen Masseur oder Physiotherapeuten, ist es auch möglich selbst "Hand anzulegen". Die Bürstenmassage, bei der die Haut von Unterschenkel und Oberschenkel, Unterarmen und Oberarmen mit einer Naturfaserbürste kreisend und mit leichtem Druck zum Herzen hin angewandt, die Blut- und Lymphzirkulation anregt, lässt sich durch die sogenannte "Zupfmassage" ergänzen. Hierbei wird - unter Zuhilfenahme von Massageöl - die Haut der entsprechenden Körperpartien zwischen Daumen und Zeigefinger gefasst, angehoben und unter leichtem Druck massiert.

Es wird grundsätzlich von herzfernen Stellen, hin zu herznahen Bereichen massiert.

Eine Verbesserung des Lymphflusses führt zum Abtransport eingelagerten Wassers in der Unterhaut und hilft dabei Schwellungen zu reduzieren. Die Lymphdrainage kann dabei eine große Hilfe sein. Allerdings muss hier die Hilfe eines ausgebildeten Masseurs in Anspruch genommen werden, der sich auf dem Gebiet der Lymphdrainage auskennt.

Die Zeit der Schwangerschaft ist für das Bindegewebe eine nicht zu unterschätzende Belastung. Da das Bindegewebe während einer Schwangerschaft großer Dehnung ausgesetzt ist, können unterstützende Massagen eine gesunde Struktur des Gewebes aufrechterhalten. Allerdings sollte der behandelnde Therapeut dringend über die Schwangerschaft informiert werden, da die Massage im unteren Bereich des Rückens gefährlich sein kann. Hingegen kann die Massage der Hebamme während der Geburt den Vorgang unterstützend begleiten und durch die Massage des Damms das dortige Gewebe zu dehnen und besser zu durchbluten - dem gefürchteten Dammriss kann auf diese Weise entgegengewirkt werden.

Nach der Entbindung tragen Massagen, zum Beispiel mit Zitronen- , oder Rosenöl zur Regeneration des gesamten Körpers bei. Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen können gezielt durch Massagen, am besten direkt nach dem Duschen, unter Zuhilfenahme von Ölen reduziert werden. Hierbei wird die noch feuchte Haut von unten her mit kreisenden Bewegungen hin zum Bauchnabel bearbeitet. Danach kommt die bereits oben erwähnte Zupfmassage zur Anwendung. Auf dem Markt sind spezielle Schwangerschaftsöle erhältlich, die auf der Basis von Mandel-, oder Sesamextrakten dabei helfen sollen der Haut ihre ursprüngliche Spannkraft zurück zu geben und unschönen Hautveränderungen entgegenzutreten.

Massage bei Rückenschmerzen und Muskelbeschwerden?

Die in der Bevölkerung weit verbreiteten Rückenprobleme haben ihre Ursache nicht nur in Fehlhaltungen, zu langem Sitzen, Übergewicht, oder zu wenig Bewegung. Die menschliche Wirbelsäule ist für den aufrechten Gang eigentlich nicht geschaffen. Durch den dem Menschen typische dauerhaft aufrechte Gang ist der untere Teil der Wirbelsäule, der Lumbal- und der Sakralbereich großen Druckbelastungen ausgesetzt, die die Bandscheiben oftmals nicht in ausreichendem Maße auffangen können. Natürlich tragen auch unsere berufliche Situation, fehlendes körperliches Training und Fehlernährung maßgeblich zu Schmerzen der unteren Rückenregion bei - Bandscheibenprobleme mit in der Folge auftretenden dauerhaften Ischiasschmerzen, oder dem akuten "Hexenschuss", oder auch Lumbalgie genannt, gehören heute zu den häufigsten Volkskrankheiten.

Eine Intervention mit gezielten, auf die Problematik fokussierten Massagen kann schnelle Abhilfe schaffen.

Da sich Schmerzen im unteren Bereich des Rückens häufig auf Probleme des Bandapparates zurückführen lassen - zum Beispiel ein verklebtes Bindegewebe, oder eine verschobene Bandscheibe - geht es hier bei der Massage um Lockerung des Bindegewebes und eine Förderung der Durchblutung. Der Masseur oder Physiotherapeut wendet in diesen Fällen bestimmte Techniken wie Streichen, Kneten, Schlagen oder Vibrieren an, um die Bänder, sowie die Muskulatur zu lockern, um wieder eine physiologische Stellung herzustellen.

Schulterschmerzen hingegen sind keine Folge einer überlasteten Wirbelsäule, sonder haben ihre Ursache in Fehlhaltung, wie dauer gebeugtes Arbeiten am PC, oder stereotype Bewegungsabläufe. Hier ist der Bereich des Nackens und der Schultern betroffen. Neben einer richtigen Sitzposition während der Arbeit - aufrecht sitzen, Blickhöhe etwas unterhalb der Monitormitte, Hüfte höher als die Knie und stabiler Bodenkontakt der Füße müssen gewährleistet sein - helfen Massagen, die auch selbst ausgeführt werden können, effektiv gegen die plagenden Schmerzen.

Bei aufrechter Haltung, auf der Kante des Stuhls sitzend, werden mit den Kuppen von Zeige- und Mittelfinger die Bereiche rechts und links der Wirbelsäule unter leichten Druck entlang des Schädelknochens von innen nach außen massiert. Auch am Übergang des Nackens zu den Schulterblättern verspricht diese Methode schnelle Hilfe. Die vom Physiotherapeuten auch als mobile Hilfe am Arbeitsplatz angebotene Massage, konzentriert sich auf die Zone zwischen Halsansatz und den Gelenken der Oberarme. Die Schultermassage ist eine sogenannte Teilmassage, die sich von der Nacken- und Rückenmassage unterscheidet, jedoch werden die angrenzenden Gebiete teilweise in die Behandlung mit einbezogen. Häufig werden Massagen im Schulterbereich ohne Öle durchgeführt, gerade im mobilen Einsatz, jedoch ist deren Anwendung - besonders im erwärmten Zustand - zu empfehlen.

Für den Einsatz ohne Öle kommen Massagestäbe und sogenannte Igelbälle zum Einsatz, die das Muskelgewebe lockern und deren Durchblutung steigern. Bei der Anwendung von Massagen bei Muskelkater gehen die Meinungen auseinander. Die eine Seite geht davon aus, dass die verletzten, oder zumindest stark in Anspruch genommenen Muskelfasern, durch die Anwendung der Massage noch weiter in Mitleidenschaft gezogen werden. Das klingt begründet, denn eine Massage funktioniert nach dem Prinzip der Dehnung des Gewebes, um den Blut- und Lymphfluss anzuregen, sowie das Gewebe zu lockern. Bei vorgeschädigtem Muskelgewebe kann ein solcher Vorgang kontraproduktiv sein. Auf der anderen Seite werden Stimmen laut, die sich für die Massage bei Muskelkater aussprechen und auf medizinische Studien verweisen. Den Untersuchungsergebnissen zufolge weisen Muskeln die - allerdings direkt - nach einer Belastung massagetherapeutisch behandelt wurden ein kürzeres Erholungsintervall auf.

Massage bei körperlichen Erkrankungen?

Die Ursachen einer Migräne sind so vielgestaltig, wie ihre Therapiemöglichkeiten. Ein einfaches und allzeit verfügbares Mittel ist die selbst angewandte Druckmassage, die in vielen Fällen Linderung verspricht. Hier kann schon ein einfacher - jedoch durchaus fest ausgeübter - Druck mit der Fingerkuppe, gefolgt von einer ebenso festen kreisenden Bewegung schnelle Hilfe bei akuten Situationen leisten. Auch eine Akupressur des Handrückens der betroffenen Seite verschafft Erleichterung. Auf dem Handrücken, zwischen Ring- und Zeigefinger befindet sich am Handgelenk ein Knöchel, der sogenannte Prozessus styloideus ulnae. Dieser knöchernen Struktur vorgelagert ist eine Vertiefung, die, wenn kräftiger Druck auf sie ausgeübt wird, den Schmerz zu reduzieren vermag.

Bei indifferenten Schmerzen des Kopfes, wenn der Schmerzpunkt nicht eindeutig zu lokalisieren ist, kann es helfen die Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger druckvoll zu pressen.

Auch bei Erkältung oder Grippe mit den bekannten Symptomen wie Abgeschlagenheit, schmerzender Haut, Halsschmerzen, Schnupfen und Heiserkeit, können Massagen Erleichterung verschaffen.

Da sich Massagen grundsätzlich um die Verbesserung der Durchblutung und einen guten Lymphfluss bemühen, die Muskulatur lockern und das allgemeine Wohlbefinden steigern, sind die bekannten Techniken wie das Kneten, Streichen und das Klopfen indiziert. Neben der Verbesserung der körperlichen Befindlichkeit, steht die Anregung des Immunsystems beim therapeutischen Eingriff im Vordergrund.

Allerdings muss beachtet werden, dass der erkrankte Körper empfindlich ist und daher eine umsichtige und sanfte Vorgehensweise wichtig ist. Ganz besonders die wegen der Erkrankung reizempfindliche Haut, darf keinen zu kraftvollen Massageeingriffen ausgesetzt werden.

Die Behandlung sollte auch nur bei leichteren Infekten angewandt werden, da Massagen - trotz aller guten Eigenschaften - einen gewissen Stress für den Körper darstellen. Bei einer Verstopfung muss nicht gleich zu Abführmitteln gegriffen werden, bei denen sich leicht ein Gewöhnungseffekt einstellt. Die sanfte Selbstmassage im Bereich das Damms, zwischen Geschlechtsorganen und Anus, steigert den Stuhldrang an und der Körper wird zur Defäkation angeregt.

Massage bei kosmetischen Problemen?

Aber auch im Bereich der Kosmetik können Massagen helfen. Bei der Behandlung von Tränensäcken ist die Anregung der Zirkulation von Blut und Lymphe im Bereich unterhalb der Augen wichtig. Da in diesem Bereich die Haut besonders dünn und empfindlich ist, wird hier mit der sogenannten "Klopfmassage" gearbeitet: Mit dem Mittelfinger, wird auf die Tränensäcke ein leichter rhythmischer Druck ausgeübt und abschließend das Gewebe vom inneren zum äußeren Augenrand bestrichen.

Gegen Augenringe kann auch eine Rundum-Massage des Auges helfen. Hierbei werden die beiden Daumen auf die Wangenknochen gesetzt und mit den Mittelfinger zirkulär um die beiden Augen geklopft. Um den Stoffwechsel rund um die Auge anzuregen und die Faltenbildung zu reduzieren empfiehlt es sich mit Daumen und Zeigefinger die Augenbrauen zu greifen und von innen nach außen sanft zu kneifen - eine spiralförmige Massage der Schläfen beendet das Anti-Falten-Training.

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